Oft sind die Aufzeichnungen eines Unfalldatenspeichers für die korrekte rechtliche Beurteilung existenziell. Mit Hilfe der UDS-AT-Daten ist es möglich, den Hergang eines Unfalls zweifelsfrei und detailgenau darzustellen. Im Streitfall können die Daten in ein Verfahren eingebracht werden.

Es lässt sich ebenso rekonstruieren, ob es sich um einen typischen Unfall handelt, dessen Verlauf sich mit den Schilderungen der Beteiligten deckt oder ob sich aus den Aufzeichnungen ergibt, dass es sich um ein künstlich verursachtes Ereignis (z. B. mehrfaches Auffahren, um die gewünschte Schadensintensität zu erzielen) handelt. Eine Versicherung, die den Verdacht hat, es könne sich um in betrügerischer Absicht verursachte Unfallschäden handeln, kann, wenn ein UDS-AT vorhanden ist, zu dessen Auswertung ein Gutachten in Auftrag geben.

Personalvertretungen können sehen, dass sich das Betriebsklima verbessert, da anonyme Beschuldigungen unterbleiben. Außerdem spielt es eine wichtige Rolle, dass die Einsatzfähigkeit der Fahrzeuge erhöht und das Image verbessert wird. Insofern kann der UDS auch als geeignete Maßnahme im Sinne des Arbeitsschutzgesetzes angesehen werden.

Der UDS leistet also weit mehr als nur Beiträge zur Verkehrssicherheit. Die Rechtssicherheit vor Gericht, bei Versicherungen und dem Arbeitgeber ist ebenso bedeutsam.